Mit den regionalen Vernetzungstreffen fördert die SWBA die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren sowie Netzwerken der Weiterbildungsberatung. Ziel ist es, einen lösungsorientierten Austausch zu Ansätzen guter Praxis zu ermöglichen. Die Auftaktveranstaltung richtete sich an Weiterbildungsberatende aus dem Norden Deutschlands.
Nach der Vorstellung der Servicestelle Weiterbildungsagenturen, ihrer Aufgaben und Ziele durch Aileen Körfer (Teamleitung SWBA) gab Andreas Gleim von „W.H.S.B. Weiterbildung Hamburg“ Einblicke in die Weiterbildungsberatung im Netzwerk der Hamburger Weiterbildungsstrategie. Anschließend präsentierte Stefanie Gloede von der „INQA – Initiative Neue Qualität der Arbeit“ zentrale Erkenntnisse zur erfolgreichen Zusammenarbeit in Netzwerken. Der informative Vormittag endete mit einer gemeinsamen Mittagspause, die intensiv für persönliche Gespräche und fachlichen Austausch genutzt wurde.
Erfolgsfaktoren wirksamer Netzwerkarbeit
Im zweiten Teil der Veranstaltung tauschten sich die Teilnehmenden in drei parallel stattfindenden Gruppen praxisnah zu zentralen Erfolgsfaktoren wirksamer Netzwerkarbeit aus. Im Fokus standen drei Leitfragen: Was sind Erfolgsfaktoren für ein strukturiertes Netzwerk? Was braucht es, damit Akteure aktiv eingebunden sind? Welche Formate funktionieren – und warum? In den Gruppen wurde auf unterschiedliche Weise, aber durchweg engagiert und angeregt diskutiert.
Auf Grundlage ihrer Erfahrungen hoben die Teilnehmenden hervor, dass erfolgreiche Weiterbildungsnetzwerke sowohl auf verbindlichen Strukturen als auch auf vertrauensvoller Zusammenarbeit beruhen. Netzwerke sollten offen für neue Interessierte sein und nicht als „closed shop“ funktionieren. Zu den zentralen Erfolgsfaktoren zählen ein klarer organisatorischer Rahmen, flexible Formate für Präsenz- und Online-Treffen, eine fachlich-inhaltliche Ausrichtung sowie ausreichend Zeit für den informellen Austausch zu Fachfragen.
Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Netzwerkmanagement zu. Feste Ansprechpersonen, personelle Kontinuität, ein regelmäßiges Monitoring der Netzwerkarbeit sowie die systematische Sicherung und Weitergabe von Erfahrungswissen tragen wesentlich zum langfristigen Erfolg eines Netzwerks bei. Zugleich wurde deutlich, dass Netzwerkarbeit häufig zusätzlich zum Tagesgeschäft geleistet wird und oft über das eigentliche Aufgabenspektrum hinausgeht. Als besondere Herausforderungen nannten die Teilnehmenden die Weiterentwicklung der Nationalen Weiterbildungsstrategie, die Sicherung von Wissen aus befristeten Projekten sowie die Qualifizierung von Mitarbeitenden in Netzwerken.
Das Fazit der Veranstaltung
Es wurden viele Erfahrungen zu gelingender Netzwerkarbeit ausgetauscht, neue Perspektiven und Aspekte wurden geteilt und Vernetzung gefördert. Die schönen und traditionsreichen Räumlichkeiten der Handwerkskammer Hamburg boten dafür eine passende Atmosphäre.
Wir danken allen Teilnehmenden herzlich für ihr Interesse und wünschen uns eine Fortführung des Dialogs. Wir freuen uns, Sie bei unserem bundesweiten Vernetzungstreffen am 24. Juni in Bonn wiederzusehen!


